BRD-Organisationen im Kalten Krieg gegen die DDR Teil 3

Die „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit, e.V.“ (KgU)

1950 schrieb der bereits erwähnte James Burnham — einer der übel¬sten Einpeitscher des kalten Krieges — im Zusammenhang mit seiner Forderung, ein „Amt für Untergrundkrieg“ gegen den Sozialismus zu schaffen:

„Es wäre … zweckmäßig und vom demokratischen Standpunkt (!) aus wünschenswert, daß möglichst viele Operationen nicht irgendeiner staatlichen Stelle sondern privaten Gruppen und Personen aufgegeben würden.“

Wie am Beispiel des „UfJ“ und auch der „Kampfgruppe“ nachge¬wiesen werden kann, verbarg sich hinter dieser offensichtlich auf fruchtbaren Boden gefallenen Forderung unter anderem die Ab¬sicht, diese Untergrundorganisationen gegebenenfalls von staatlichen Stellen und den bürgerlichen Parteien abzurücken, um vor allem im Falle ihres Scheiterns öffentlichen Anklagen entgehen zu kön¬nen.

Heute breiten zahlreiche bürgerliche Autoren vor allem über die Tätigkeit der „Kampfgruppe“ den Mantel des Schweigens. Von anderen werden die Verbrechen der „Kampfgruppe“ — in den fünfziger Jahren wurde die Bezeichnung „KGU“ üblich — als be¬dauerliche Entgleisungen unreifer und abenteuerlicher junger Leute hingestellt.

Mit Hinweisen auf die solcherart „unseriöse“ „KGU“ im Vergleich zum amtlichen Bundesnachrichtendienst wird vor allem in solchen bürgerlichen Publikationen nicht gespart, die aus der Nähe imperialistischer Geheimdienste selbst kommen.
Bei der Gründung der ..KGU“ im Jahre 1948 spielte der „RIAS“¬ Mitarbeiter Günther Birkenfeld eine Rolle.